Die Enge des Bewußtseins ist eine soziale Forderung.
- Amanda

- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Lautes Denken von
𝕷𝖚𝖘𝖙 𝖆𝖚𝖋 𝕯𝖊𝖚𝖙𝖘𝖈𝖍 (https://t.me/diesprachedergoetter)
"Die Enge des Bewußtseins
ist eine soziale Forderung.
Alle Tugenden sind individuell,
alle Laster sozial.
Was als soziale Tugend gilt,
etwa Liebe, Uneigennützigkeit,
Gerechtigkeit, Opfermut,
sind nur ›erstaunlich‹
abgeschwächte soziale Laster."
Franz Kafka
Eine schmerzliche Erkenntnis, welche Kafka in gewohnter Doppelsinnigkeit teilt.
Eine Erkenntnis, der ich nur zustimmen kann:
treffend und wahr.
Obwohl das neue Kalenderjahr kaum begonnen hat, ist es schon jetzt nicht mehr zu übersehen:
Viele Menschen sind überreizt, verunsichert, unfähig zur Stille, orientierungslos –
und abhängig von Bestätigung im Außen.
Sie verhalten sich widersprüchlich, bewegen sich in selbstgesteckten Grenzen und Denkmustern.
Sie halten sich für:
vernünftig, normal, freundlich –
vor allem:
als wertschätzend.
Ich behaupte:
Die wenigsten kennen überhaupt
ihre eigenen, inneren Werte.
Zu viele halten sich für tugendhaft –
Tugend ohne Bewußtsein?
Opferbereitschaft wird zur Selbstverleugnung.
Selbstbewußtsein wird zum Egoismus.
Tiefe und Echtheit wird zur Schwäche erklärt.
Gerechtigkeit wird zum Mittel der Spaltung.
Ehrlichkeit, Treue, Wahrhaftigkeit ?
Verkannt als Naivität.
Abgetan als "labil".
Das traurige:
Ich denke mir das nicht aus.
So findet "Miteinander" heute statt,
besonders im digitalen Raum.
Und – alle Laster sind sozial?
Es ist "gesellschafts"fähig geworden,
was alle tun ist somit gerechtfertigt.
Eigenverantwortung? –
Wer kennt sie noch?

Kafka nimmt ihnen die Masken ab:
"Die Enge des Bewußtseins
ist eine soziale Forderung." –
Nichts anderes,
als freiwillig der Herde zu folgen,
nicht auffallen,
nicht anders denken und
dem eigenen Gefühl bloß nicht vertrauen,
schon gar nicht der Intuition.
Erwachen?
Sie halten sich für erwacht!
Doch ich sage –
Niemand ist erwacht!
Sitzend im offenen Gefängnis –
doch kein Mut zu gehen.
Gewohnheit? –
Der härteste Klebstoff der Welt.
Anders zu sein,
stolz zu sein,
von hohem Mut,
göttlicher Mut =
Demut –
es muß schmerzhaft sein –
dies nicht in sich zu haben oder
es wissentlich zu unterdrücken.
Was, wenn der Blick nach innen genügt?
Noch immer treuherzig,
Amanda 💞
05.Januar 2026
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Im trauten
glauben
an Dich.💫
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